Du kennst doch bestimmt Mikosch, den jungen Reiter aus Ungarn, oder?

Erinnerst du dich noch an seine Reitkünste? Bibi und Tina würden auch gerne Kunststücke auf dem Rücken ihrer Pferde vorführen. Leider ist das nicht möglich. Aber mit etwas Übung und gezieltem Training, müssten sie es doch schaffen. Sie könnten das Voltigieren mit Hilfe eines Lehrers erlernen.

Das Wort Voltigieren ist vom französischen Begriff „la voltige“ abgeleitet, was soviel wie „Purzelbaum“ bedeutet. Gemeint sind damit Turnübungen auf einem Pferd, das sich bewegt. Das Pferd bewegt sich dabei an einer Leine, der so genannten Longe, im Kreis. Dieser Kreis wird „Zirkel“ genannt. Der Zirkel hat einen Durchmesser von etwa 15 Metern. Das Pferd trägt einen Gurt mit zwei Griffen.

Während das Pferd auf dem Zirkel galoppiert, laufen die Voltigierer, die am Rand des Zirkels stehen, abwechselnd einzeln, zu zweit oder zu dritt in die Zirkelmitte. Von dort nähern sie sich dem Pferd, springen auf und zeigen eine Vielfalt von Turnübungen im Schritt, Trab oder Galopp.

Das Voltigieren ist eine sehr vielseitige Sportart mit hohen Anforderungen an die Kondition und das Gleichgewichtsgefühl. Besonders toll ist die fast freundschaftliche Arbeit mit dem Pferd. Rücksicht, Achtung und ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Tier sind dabei ganz wichtig. Das Voltigieren ist sozusagen eine Kombination von Reiten, Turnen und „Tierpsychologie“.  Da Kinder unterschiedlichen Alters gemeinsam voltigieren, ist man auf gegenseitige Hilfe und Zusammenarbeit angewiesen. Das Voltigieren ist daher auch eine Möglichkeit für dich, neue Freunde und Freundinnen zu finden.