Glücksbringer: Wieso haben viele Leute Glücksbringer? Funktionieren sie oder ist das alles Einbildung?

Egal, ob bunte Steine, Anhänger oder gar Hufeisen: Viele Menschen haben Glücksbringer um den Hals, in der Tasche oder in der Schublade. Und der Legende nach nahm Eva aus dem Paradies ein vierblättriges Kleeblatt mit in die böse Welt, wo es fortan als Glückssymbol galt. Wahrscheinlich erfreute es sich schon sehr früh einer großen Beliebtheit als Glücksbringer, da Klee mit vier Blättern eher selten ist. Auch Schornsteinfeger und Schweine gelten als Glücksbringer. Doch ursprünglich brachten sie nicht nur Glück. Der Schornsteinfeger, der „Schwarze Mann“, galt beispielsweise als Kinderschreck und Symbol für den Tod. Seit dem 19. Jahrhundert jedoch hat er sich zum Glücksbringer verwandelt. Warum, weiß heute niemand mehr so genau.

Viele Menschen hoffen, dass ihr Glücksbringer funktioniert. „Hoffnung“ ist sicherlich auch der Grund dafür, dass so viele Menschen einen Glücksbringer haben. Vielleicht bringt es ja Glück, wenn man so einen bunten Edelstein in der Tasche oder ein Hufeisen über der Türe hat. Aber „Glück“ hat jeder Mal - auch ohne Glücksbringer. Und Pech haben auch alle einmal, die einen Glücksbringer besitzen. Es ist also Einbildung, wenn man denkt, ein Glücksbringer bringe Glück. Nicht ganz. Denn wer einen Glücksbringer besitzt, der ist vielleicht etwas sicherer und selbstbewusster im täglichen Leben. Motto: „Was soll schon schief gehen? Habe ja meinen Glücksbringer dabei.“ Mehr Sicherheit führt zu mehr Erfolg, zu mehr Glück eben.

Aber die Sache hat auch einen ganz großen Haken: Was ist, wenn du deinen Glückbringer in einer schwierigen Situation zu Hause vergessen hast? Du wirst nervös und alles geht schief. Daher ist es am besten, wenn man an keinen Glücksbringer glaubt, sondern an sich selbst. Mit genügend Selbstbewusstsein und Fleiß wird zum Beispiel jede Klassenarbeit zum Kinderspiel, auch wenn du deinen Glücksbringer auf deinem Schreibtisch zu Hause vergessen hast.