Das Wort "Eifersucht" kommt vom indogermanischen Begriff "ai", was Feuer bedeutet, vom althochdeutschen "eiver", was soviel wie das Bittere oder die Erbitterung bedeutet und vom althochdeutschen "suht", die Krankheit oder Seuche. Das aus diesen Begriffen zusammengesetzte Wort "Eifersucht" gibt es erst seit ungefähr 500 Jahren. Eifersucht beschreibt ein Gefühl, das ein Mensch erleben kann, wenn er merkt, dass eine geliebte Person Aufmerksamkeit, Liebe, Respekt, oder Zuneigung jemandem anderen gibt. Kennst du dieses Gefühl? Es gibt viele Gelegenheiten, wo der Mensch eifersüchtig wird.

Kinder können zum Beispiel eifersüchtig werden, wenn die Eltern den Geschwistern mehr Zuwendung geben. Erwachsene und Jugendlich werden beispielsweise eifersüchtig, wenn sie beobachten, dass der Freund, die Freundin oder der Ehepartner mit einem anderen Menschen flirtet oder Vertrautheiten austauscht. Vielleicht hast du Papa schon mal sagen gehört "na, was schaut denn der da drüben dich dauernd an?" Darauf Mama: "Was soll denn das, du wirst doch nicht eifersüchtig sein?" Nun, das Gefühl der Eifersucht können außer Menschen vermutlich auch höhere Tiere empfinden.

Was aber passiert im Körper, wenn man eifersüchtig ist? Welche Chemie läuft dann ab? Evolutionspsychologen wundern sich nicht darüber, dass gerade Gefühle wie Eifersucht und Angst, aber auch Liebe, leicht außer Kontrolle geraten. Das Gefühl der Eifersucht ist so etwas wie ein Feuermelder. Was dabei biochemisch passiert, hat man erst kürzlich entdeckt. Der Anteil eines Botenstoffs im Blut mit dem Namen Serotonin ist bei den Eifersüchtigen sehr gering. Dieser Stoff beruhigt Körper und Geist.

Damit sich viel Serotonin bilden kann, sind kohlenhydratreiche oder zuckerhaltige Lebensmittel wichtig. Verlangt dein Körper nach Süßspeisen wie Kuchen, Eis oder Schokolade, so ist der Serotonin-Vorrat verbraucht. Doch Vorsicht, diese Lebensmittel können dick machen und den Zähnen schaden, wenn du immer nur auf sie zurückgreifst. Auch Gemüse, Nudeln, Reis und Vollkornprodukte heben den so genannten Serotoninspiegel wieder an. Solche "Laune" machenden Lebensmitte nennt man deshalb auch englisch "Mood Food". Das heißt übersetzt soviel wie "Laune-Nahrung".

Auch Chillis gehören zum Mood Food. Beim Genuss von scharfem Essen löst der scharfe Inhaltsstoff, das Capsaicin, auf der Zunge einen brennenden Schmerz aus. Darauf folgt eine Ausschüttung von körpereigenen Schmerzkillern, so genannten Endorphinen. Diese bewirken ein gesteigertes Glücksempfinden. Sollte deine Freundin oder dein Freund wieder einmal mega eifersüchtig sein, dann reiche ihr oder ihm ´ne Nudel oder gleich eine Chillischote. Da kommt man schnell auf andere Gedanken.